Wir haben Sie angerufen?

Wir haben Sie im Rahmen eines Forschungsprojekts kontaktiert. Als Sozialforschungsinstitut sind wir damit betraut, Wissen über Strukturen und Zusammenhänge in unserer Gesellschaft bzw. im Markt zu schaffen.

Wozu dienen Umfragen?

Unsere Umfragen erfolgen ausschließlich im Rahmen wissenschaftlicher Forschungsprojekte. Dabei geht es in der Regel um Meinungen, Einstellungen, Orientierungen, Verhaltensweisen (z.B.  Krebsvorsorge) sowie um Lebensbedingungen der Bevölkerung, insbesondere mit dem Ziel, diese Bedingungen zu verbessern. Beispiele sind Umfragen zu Auswirkungen des Lärms, aber auch Umfragen zu sozialen Bedingungen und den Lebensverhältnissen (z.B. zum verfügbaren Wohnraum, etc.). Bei Unternehmensumfragen geht es zumeist um Forschungsfragestellung wir z.B. Niedriglohn-Beschäftigung.

Umfragen werden nach den qualitativen und ethischen Richtlinien der Verbände der deutschen Markt- und Sozialforschung sowie den einschlägigen DIN-Normen durchgeführt.

Abgrenzung zu Call Centern und Verkauf am Telefon

Die wissenschaftliche Sozialforschung steht im expliziten Gegensatz zum Vorgehen kommerzieller Callcenter, die auf die Bewerbung oder den Verkauf von Waren oder Dienstleistungen abzielen. Ein großer Teil der Studienergebnisse, die mit Hilfe unserer Arbeit erzielt werden, ist öffentlich und damit allen interessierten Forschern frei zugänglich und dient damit der weiteren wissenschaftlichen Forschung. Der Verkauf am Telefon ist nicht erlaubt.

Anonymität

Ihre Adressen/Telefonnummern werden sofort nach der Befragung gelöscht. Bei wiederholten Umfragen zu mehreren Zeitpunkten werden die Adressen bis zum Abschluss der gesamten Erhebung (mit Ihrer Erlaubnis) gespeichert und danach automatisch gelöscht. Bei Telefonumfragen werden nur die Telefonnummern verwendet ohne dass wir die Adresse und die Person hinter der Nummer kennen. Rückfragen zur Löschung einer Adresse können daher gar nicht beantwortet werden, da uns die Adresse unbekannt ist. Gelöscht werden können nur die Telefonnummern.

In keinem unserer Ergebnisberichte ist nachvollziehbar, welche Aussagen von welcher Privatperson oder welchem Unternehmen stammen. Dies ist für die Sozialforschung auch nicht von Interesse: Unser Ziel ist es, Aussagen über große Gruppen von Privatpersonen oder Unternehmen zu machen, oft sogar über die die Gesamtheit aller deutschen Privatpersonen oder Unternehmen. Unsere Ergebnisberichte sind daher stets anonymisiert. Mögliche anderslautende Wünsche von Auftraggebern werden von uns grundsätzlich abgelehnt.

Uns interessieren nur Häufigkeiten und Prozentwerte, aber keine Einzelauskünfte. Die Angaben aller Befragten, die an einer Umfrage teilgenommen haben, werden statistisch oder graphisch aufbereitet:  




Datenschutz

Der Datenschutz nach dem Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) wird von uns vollständig gewährleistet. Niemals wird Sie ein Mitarbeiter des SUZ auffordern, sensible Daten wie etwa Ihre Kontonummer anzugeben.

Bei bevölkerungsrepräsentativen Studien erfragen wir meist das Haushaltseinkommen, was manchmal Ängste weckt. Diese Information, wie z.B. auch die über das Alter, benötigen wir aber, um die Repräsentativität unserer Studien überprüfen zu können. Dies ist technisch einfach gelöst: Nachdem ein Interview abgeschlossen ist, wird Ihre Telefonnummer sofort von Ihren Angaben im Interview getrennt. Nur die von Ihnen gegebenen Antworten werden gespeichert. Somit ist es zu keinem späteren Zeitpunkt möglich, eine Angabe auf eine Person zurückzuführen.

Bei Studien, die darauf ausgelegt sind, eine Entwicklung nachzuvollziehen, ist es nötig, mit einem Befragten mehrmals zu unterschiedlichen Zeitpunkten zu sprechen. Wir fragen Sie dann um die Erlaubnis, Ihre Telefonnummer zu speichern. Auch dies geschieht getrennt von den im Interview gemachten Angaben. Es dient ausschließlich dem Zweck der nochmaligen Kontaktaufnahme.

Woher stammen die Telefonnummern?

Wir befragen im Rahmen unserer Projekte sowohl Privathaushalte als auch Unternehmen. Dabei werden unterschiedliche Verfahren für die Bereitstellung der benötigten Telefonnummern verwendet.

Privathaushalte

Für die Befragung von Privathaushalten nutzen wir verschiedene computergestützte Verfahren zur zufälligen Erzeugung von Festnetz- oder Mobilfunknummern. Ziel ist es, auch Personen befragen zu können, die ihre Nummer nicht in ein Telefonbuch eingetragen haben; denn auch deren Meinung müssen wir im Rahmen einer wissenschaftlichen, repräsentativen Studie erfragen. Häufig angewandt wird das Verfahren von Gabler und Häder, bei dem Ziffernfolgen nach Zufall erzeugt werden, die dann dahingehend überprüft werden, ob sie gültige Telefonnummern darstellen. Unter diesen Nummern befinden sich auch Nummern von nichteingetragenen Haushalten. Dieses Verfahren wird sowohl bei Stichproben aus dem Festnetz als auch für Stichproben aus dem Mobilfunknetz eingesetzt.

Erst jetzt setzt die Arbeit unserer Interviewer ein, die diese Nummern wählen. Darunter sind natürlich auch viele Nummern, die zu Faxgeräten führen oder mit keinem Anschluss verbunden sind. Dieser Mehraufwand ist notwendig, um die Wissenschaftlichkeit unseres Vorgehens zu gewährleisten. Nur selten nutzen wir Nummern aus dem Telefonbuch – zu wenige Menschen sind dort noch verzeichnet. Deshalb sind repräsentative Studien mittels einer Stichprobe, die nur auf Daten aus dem Telefonbuch basiert, nicht möglich.

Unternehmen

Für die Befragung von Unternehmen nutzen wir in der Regel zufällige Stichproben aus Unternehmensdatenbanken wie MARKUS, Amadeus oder Hoppenstedt. In ausgewählten Umfragen der akademischen Forschung und bei Umfragen im Auftrag von Regierungsinstitutionen werden gelegentlich auch Adressen der Bundesanstalt für Arbeit eingesetzt. Dafür müssen aber sehr strenge Auflagen erfüllt werden.


Warum nutzt die Wissenschaft Telefonbefragungen?

Natürlich ist es unmöglich für Studien die gesamte Bevölkerung oder alle Unternehmen Deutschlands zu befragen. Deshalb muss die Forschung sich auf Stichprobenuntersuchungen stützen: Statt der Gesamtbevölkerung wird ein kleiner Teil (eine Stichprobe) befragt.

Dabei ist besonders wichtig, dass die Auswahl der Teilnehmer möglichst zufällig geschieht. Nur so besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass die Stichprobe bezüglich der relevanten Merkmale (z.B. Alter, Geschlecht) der Gesamtmenge (z.B. der Gesamtbevölkerung) entspricht. Wenn dieses Ziel erreicht wird, sprechen wir davon, dass eine Studie repräsentativ ist, also die Menge der Befragten die Allgemeinheit repräsentiert. Die telefonische Befragung ist eines der besten Verfahren, um repräsentative Studien zu erstellen, denn unabhängig vom Ort, an dem die Befragung durchgeführt wird, können Menschen in allen Teilen des Landes erreicht werden.


Sie möchten nicht mehr von uns angerufen werden?

Wenn Sie sich durch unsere Anrufe belästigt fühlen, teilen Sie uns dies bitte einfach per Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! mit. Bitte teilen Sie uns dabei unbedingt die Telefonnummer mit, unter der wir Sie kontaktiert haben, da wir meistens (s.o.) keine Zuordnung von Namen zu Telefonnummern haben. Wir sperren die Telefonnummer dann für alle zukünftigen Studien.

   
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